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Informatik-Standards der Strafverfolgungskette

Informatik-Standards der Strafverfolgungskette

Unter dem Arbeitstitel «Vorgangsbearbeitung» treiben HIS und PTI gemeinsam die Entwicklung und Vereinheitlichung der Schnittstellen zwischen den verschiedenen Beteiligten in der Strafjustiz voran. Das gemeinsame Projekt PTI/HIS mit diesem historisch bedingten Namen läuft seit Januar 2017 unter der Federführung des HIS-Programms und steht inzwischen in der dritten Phase. Im Zentrum der Bestrebungen steht aktuell der Standard eCH-0051. Dieser hat eine polizeiliche Geschichte und wurde in den vergangenen Jahren zunehmend mit justizorientierten Bedürfnissen ausgebaut (bi-direktionaler Datenaustausch Staatsanwaltschaft<>Polizei, NewVOSTRA, Justizvollzug, etc.).

Im Laufe des Projekts wurden verschiedenste Veränderungen auf den Weg gebracht, Umsetzungsprojekte in den Kantonen eingeleitet, ein Qualitätssicherungsinstrument (SanityCheck-Service, SCS) und die Arbeit sowohl mit dem Fachgremium eCH-0051 als auch vielen Lieferanten erfolgreich etabliert. Es zeigt sich aber auch, dass verschiedenste Themen zur weiteren Harmonisierung anstehen (z.B. neue justizspezifische Codes bzw. Stammdaten) und schon realisierte oder vorgesehene Themen nicht mehr nur in einer Projektorganisation mit beschränkten nebenamtlichen Ressourcen dauerhaft betreut oder weiterentwickelt werden können.

Mittlerweile haben alle relevanten Stakeholder erkannt, dass der Einsatz des eCH-0051 für die Umsetzung eines medienbruchfreien Datenaustausches strategische Bedeutung hat. Aufgrund dieser Erkenntnis hat der Projektausschuss die Projektleitung mit den nötigen Konzeptarbeiten beauftragt, damit der Einfluss der nutzenden Organisationen auf die thematische Ausrichtung des Standards ausgebaut und im Sinne einer dauerhaften Zusammenarbeit zwischen dem HIS-Programm und der Organisation PTI institutionell verankert werden kann.

Das Projekt Vorgangsbearbeitung ist im Moment jedoch weiterhin aktiv und arbeitet stetig entlang der Roadmap, welche regelmässig über den Projektausschuss zwischen Justiz und Polizei abgestimmt wird. Im Zuständigkeitsbereich des Projekts finden sich sowohl Projekt-, wie auch Daueraufgaben, also einerseits grössere Abklärungen und Änderungen mit umfassender Verankerung in den verschiedenen Geschäftseinheiten der Strafjustizkette (z.B. eine Analyse der wichtigsten organisationsübergreifenden Meldungsflüsse im Strafvollzug) wie auch zunehmend Daueraufträge mit ausführendem Charakter im Sinne von Supportprozessen (z.B. die Benutzerverwaltung des SanityCheck-Services).

Unter dem Namen «Major Release 3.0» arbeitet schliesslich noch ein eigenständiges Projektteam an einer kompletten Überarbeitung des Standards, welcher substanzielle Anpassungen an der Struktur des Standards und an verschiedenen Fachapplikationen nach sich ziehen wird. Dieser Studienauftrag wurde seitens der polizeilichen PTI-Gremien in loser Koordination mit dem Projektausschuss Vorgangsbearbeitung an die Fachgruppe erteilt. Inzwischen hat der Projektausschuss das Projekt auf Basis der Studie freigegeben. Dieses schreitet finanziell und personell zwischen HIS und PTI koordiniert voran.

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